Über Kiva

Kiva ist eine wohltätige Organisation (NGO), die 2004 in San Francisco gegründet wurde. Kiva bot erstmals die Möglichkeit, Mikrokredite direkt an einen selbst ausgesuchten Kreditnehmer in einem Entwicklungsland zu vergeben und ist somit Pionier des sogenannten „Peer to Peer Microlending". In diesem Sinne ist Kiva.org eine Plattform, die Geldgeber mit bedürftigen Kleinunternehmern in Entwicklungsländern verbindet.

In den USA hat Kiva viel Aufmerksamkeit mit diesem Konzept erregt. Bill Clinton setzt sich für die Belange von Kiva ein und ein Auftritt bei Oprah Winfrey (der weiblichen, amerikanischen Version von Johannes B. Kerner) machte Kiva über Nacht landesweit berühmt.

Bis heute konnten über Kiva mehr als 90.000 Kreditnehmer mit Krediten in Höhe von insgesamt über 62 Mio. US-Dollar versorgt werden. Aufgrund dieses Erfolges hat das Modell von Kiva mittlerweile viele Nachahmer gefunden.

Wie funktioniert Kiva?

Kiva arbeitet mit ausgesuchten Partnerorganisationen, sogenannten Mikrofinanzinstituten (MFIs), vor Ort in den Entwicklungsländern zusammen. Diese kümmern sich mit ihrem lokalen Know-How um die Auswahl und Betreuung der einzelnen Kreditnehmer. Kiva stellt die Profile der ausgewählten Kreditnehmer auf seine Internetseite. Hier können sich die Geldgeber dann die Unternehmer auswählen, die sie unterstützen möchten.

Der Vorteil ist, dass viele Geldgeber zusammen - auch mit kleinen Beträgen ab 25 US-Dollar - Kredite zusammen finanzieren können. Kiva transferiert den gesamten Betrag dann an das MFI, sobald er vollständig ist. Dieses kümmert sich auch um die Rückzahlung.

100% des Betrages gehen direkt an den Kreditnehmer. Kiva selbst finanziert sich aus zusätzlichen Spenden